Rundpool – Pumpentuning!

Der im letzten Jahr angeschaffte Rundpool hat sich in Bezug auf seinen Energiehunger als durchaus relevant bewiesen. Dieser Energiebedarf soll nun durch mehrere Maßnahmen deutlich reduziert werden. In diesem Artikel geht es um die Umwälzpumpe und deren Eigenschaften.

Projekt: Pool

Kontakt: Boris Dirnfeldner

Link– eigenes Projekt –

Situation:
In der letzten Saison hat die Umwälzpumpe des Pools insgesamt bis zum Einwintern 800 kWh an Energie verbraucht. Das ist kein unmöglicher Betrag und auch in etwa im geplanten Rahmen, nichtsdestotrotz hat der Pool damit einen erheblichen Anteil am Gesamtverbrauch des gesamten Haushalts und ist zumindest ökologisch zu hinterfragen. Das Pumpengeräusch war zusätzlich deutlich vernehmbar und wurde durch eine Holzeinhausung mit zusätzlich außen aufgebrachten Bautenschutzmatten gedämmt. Damit war die Pumpe noch wahrnehmbar, aber akzeptabel.

Aufbau:
Die neue Umwälzpumpe wurde (erst mal als Versuchsaufbau) direkt auf dem Platz der originalen Pumpe platziert. Die Pumpe wird vom Verkäufer als pooltauglich angeboten, in der Anleitung allerdings nicht. Damit wird die Pumpe während Badebetrieb immer stromlos geschalten, völlig egal der einzelnen Standpunkte. Mechanisch sind pooltaugliche Stutzen dabei, die Montageplatte passt aber natürlich nicht. Daher wird die Pumpe vorerst nur auf eine Matte platziert ohne zusätzlich Verschraubung.

Die Pumpe an sich ist wasserdicht (IPX8) und könnte auch unter Wasser laufen (nass/trocken geeignet). Sie wird von einem sehr sparsamen frequenzgesteuerten Synchronmotor angetrieben und liefert laut Datenblatt bei 120W etwa 14.000l/h und bis zu 7m Förderhöhe. Damit wäre sie zur Originalpumpe vergleichbar (10.200L/h und bis zu 8,5m Förderhöhe), aber wesentlich sparsamer (120W im Vergleich zu 400W).

Neben der Pumpe musste nur der Verbindungsschlauch von der Pumpe zum Sandfilter getauscht werden, da für die Originalpumpe der Schlauchdurchmesser hier geringer war.

Der Sandfilter mit Umwälzpumpe findet sich in der Ecke hinter dem Pool. Aus Platzgründen (und auch aus Effizienzgründen) kann dieser Teil nicht außerhalb der 2m-Zone des Bereichs 1 aus der zugehörigen Norm aufgestellt werden.
Am Zaun hinter den Aufbau ist der elektrische Anlagenanschluß angebracht, in wasserdichten Gehäuse (IP65) und zusätzlichen Schwallwasserschutz (in den Fotos teilweise noch nicht montiert). Hier findet sich der FI, eine 6A Sicherung und ein Energiemesszähler. Ein Netztrennschalter erlaubt das einfache Schalten der Stromversorgung für das komplette Feld, z.B. beim Rückspülen.

Betrieb:
Der erste Start war etwas irritierend, da außer Wassergeräusch kein Pumpengeräusch hörbar ist. Direkt bei der Pumpe hört man ein leises Brummen ähnlich einer Aquariumpumpe, die primären Geräusche kommen aber vom bewegten Wasser. Der Effekt ist wie beim Autofahren beim Rollen ohne Beschleunigung, wenn man primär Wind- und Reifengeräusche hört.
Tatsächlich kann die Pumpe in Bezug auf die Lautstärke problemfrei offen betrieben werden, die Verkleidung braucht es nur noch (wenn überhaupt) zum Schutz vor Dreck und Sonne.
Den Nachbar freut es sicherlich, mich aber auch.

Der bisher gelieferte Druck ist ausreichend für den Betrieb und auch für das Reinigungsset (passiv über Skimmeradapter). Damit ist der primäre Angstpunkt, das der Druck nicht ausreicht, erst mal nicht eingetreten. Den Poolreinigerrobot habe ich noch nicht getestet, wird aber wohl auch funktionieren. Ob die Pumpe den Druck auch bei stärker verschmutzen Sandfilter noch bringt und ob es mehr Rückspülen braucht als mit der alten Lösung, muss sich über die Saison noch zeigen.

Am Energiemesser zeigen sich erfreuliche Werte bis maximal 120W, also entsprechend Datenblatt. Das Ziel der Energieeinsparung ist also erst mal gegeben.

Ob die Pumpe mit dem Chlorwasser auf Dauer klarkommt, muss sich zeigen. Auch die Lebensdauer unter diesen Bedingungen ist eine Unbekannte. Am Ende der Saison wissen wir mehr.

Fazit:
Neben dem Lerneffekt sollte das System in Verbindung mit der neuen Pumpe hoffentlich den netzseitigen Energiebedarf des Pools deutlich herabsetzen. Die ersten Messwerte sind vielversprechend. Auch die nun deutlich geringere Geräuschentwicklung ist für alle Beteiligten kein Nachteil. Dass die Pumpe nicht mit Personen im Pool betrieben werden kann, ist kein echtes Problem (und wird später mit einer Steuerung wahrscheinlich automatisiert).

Sollte es über die Saison zu Problemen kommen, wird zurück auf die originale Pumpe gewechselt und die Teichpumpe wird in einem anderen Projekt eingesetzt. Die war ja eigentlich weder in Bezug auf die Geräuschentwicklung noch im Stromverbrauch inakzeptabel, mal sehen.

Komponenten:
SunSun Poolpumpe 14000l/h 120W (50974)
Sicherung 6A, FI 30mA
2-Wege Energiezähler, Netztrennschalter

Überlegungen:
Der durch die originale Umwälzpumpe des Pools erforderliche Energiebedarf erfordert ein Überdenken der Betriebsstrategie. Eine Facette ist eine effizientere Umwälzpumpe.

Schäden:
– Keine. Alles Ok.

Rundpool – Pumpentuning!

Der im letzten Jahr angeschaffte Rundpool hat sich in Bezug auf seinen Energiehunger als durchaus relevant bewiesen. Dieser Energiebedarf soll ...
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Gartenteich auf dem Pool – Meditatives Schöpfen.

Im letzten Jahr ist ein Rundpool in den Garten gekommen, der zur Überwinterung auch ordentlich abgedeckt wurde. Leider sammeln sich enorme Mengen an Regen- und Schmelzwasser auf der Plane an, die regelmäßig abgeschöpft werden müssen.

Mit dem Eimer geht es zwar, ist aber extrem unspaßig.

Projekt: Entwässerung Poolabdeckung

Kontakt: Boris Dirnfeldner

Link: – eigenes Projekt –

Nachdem mir das erste mal im November die Abdeckplane komplett in den Pool abgetaucht war, musste ich mich der Notwendigkeit geschlagen geben, das hier regelmäßig das Wasser von der Folie runter muss. Bei der aktuellen Wetterlage heißt das mindestens wöchentlich abschöpfen. Ein kleines Beispiel wie es nach einem normalen Regen aussieht und das Standard-Tool zum Abschöpfen (Eimer!).

Das ist zwar sehr entspannend und entschleunigend, aber auch furchtbar langweilig. Und da ich das noch bis in den Sommer machen darf gar nicht akzeptabel.
Für’s nächste Jahr werde ich die Plane anders abstützen, damit das so nicht mehr passieren kann. Bis dahin muss aber eine andere Lösung her.

Im Teilelager hat sich noch eine kompakte Aquariumpumpe gefunden mit ausrechender Leistung und kompakten Abmessungen. Ausgelegt für 6-12V, kann die auch mit einem Lipo-Akku aus dem Drohnenprojekt betrieben werden. Also Stecker auf XT60 umgelötet und mit einem 3S 1500mAh Lipo testen und “Tataaa”, Wasser wird gepumpt.

Da ich aber das Wasser nicht umwälzen will, sondern rauspumpen, kommt am Auslass ein Alurohr ran (Schlauch in der passenden Größe war nicht zu finden), das mit Isolierband provisorisch abgedichtet wird.

Neuer Test: das Wasser kommt nun raus in einem ansehnlichen Bogen und pritschelt munter in die Wiese. Da sich hier nach kurzer Zeit ein kleiner See bildet und die Sauerei ständig zunimmt, muss das Wasser etwas sauberer abgeleitet werden in die als “Sickergrube” geeignete Schotterlage neben dem Pool.

Dazu kommen ein Paar kurze Fallrohrstücke zum Tragen und oben ein Eckstück aus der Poolverrohrung. Das Alurohr wird etwas verbogen damit das Wasser nicht durch den Druck wieder nach vorne raus läuft. Und nachdem das alles richtig zusammen gesteckt wurde, läuft die “Lenzpumpe” nun auch sauereifrei.

Mit der Lösung ist der Pool in ca. 10 Minuten leer, viel schneller bin ich mit dem Eimer auch nicht. Und das leise Geräusch wie bei einem Zimmerbrunnen ist auch schöner als das Schwappgeräusch mit dem Eimer. Nicht zu vergessen das meine Füße nun trocken bleiben.

 

Um der Lebensdauer des Lipo Willen wird noch der Akkuwarner der Drohne rangehängt (Alarm wenn ein unterer Schwellwert des Akkus erreicht wird) um eine Tiefentladung zu vermeiden.
Das ganze ist auch schnell auf- und abgebaut,  vorerst also perfekt.
Und die 10 Minuten beim Pumpen daneben rumzustehen und Vögel zu beobachten finde ich persönlich viel interessanter als Wasser zu schöpfen.

In der Theorie könnte ich das noch fest aufbauen mit Schwimmerschalter etc., was aber mit Frost nicht besonders bekömmlich für die Teile sein dürfte. Trotz eines gewissen “Juckens in den Fingern” ist es damit erstmal gut.

Fazit:

Das Teil ist inwzwischen schon dreimal gelaufen. Der Akku braucht noch keine Aufladung und die “Dichtung” hält auch noch.
Für die Saison ist das Thema gelöst, und im nächsten Winter wird die Plane entsprechend aufgeständert damit die Teichbildung gar nicht mehr auftritt.

Komponenten:
Aquariumpumpe 6-12V
Alurohr 1m
Fallrohrstücke 50cm
Eckstück aus Poolzubehör
Isolierband
Lipo 3S 1500 mAh
Akkuwarner

Überlegungen:
Mit dem Eimer kann jeder Wasser schöpfen

Schäden:
– Keine. Alles Ok.

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